Seit
1981 Professor für Violine an der Staatlichen Musikhochschule
Karlsruhe.
Erhielt den ersten Geigenunterricht
mit sieben Jahren bei seinem Vater und danach bei Bruno
Masurat in Heidelberg. Max Rostal folgte als Lehrer bis
zum Diplom an der Musikhochschule Köln, bevor Hoelscher, sein Studium anschließend,
für drei Jahre in die USA ging, um bei Josef Gingold
an der Indiana University in Bloomington und bei Ivan Galamian
am Curtis Institute of Music in Philadelphia zu studieren.
Heute ist Ulf Hoelscher
einer der bedeutendsten Interpreten seiner Generation.
Er konzertierte u.a. mit den Berliner Philharmonikern,
dem New York Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle
Dresden, dem Tonhalle Orchester Zürich,
den Wiener Symphonikern, dem BBC Symphony Orchestra, dem
Orchestre National de Paris unter Dirigenten wie Gary Bertini,
Andrew Davies, Hartmut Haenchen, Wolf-Dieter Hauschild,
Rudolf Kempe, Bernhard Klee, Kurt Masur, Vaclav Neumann,
Esa Pekka Salonen, Marek Janowski, Wolfgang Sawallisch,
Leonard Slatkin, Horst Stein, Jeffrey Tate, Klaus Tennstedt,
Hans Vonk und Hiroshi Wakasugi.
Neben den bekannten Violinkonzerten
finden sich im außergewöhnlich
umfangreichen Repertoire Ulf Hoelschers auch jene von Erich
Korngold, Camille Saint-Sa ë ns, Robert Schumann,
Richard Strauss, Othmar Schoeck, Louis Spohr, Ennanno Wolf-Ferrari,
Siegfried Wagner und Benjamin Frankel. Viele dieser Werke
hat er, nach Jahren des Vergessenseins, dem Dornröschenschlaf
entrissen. Die Uraufführung der Violinkonzerte von
Ole Schmidt (1972 Dortmund und Kopenhagen EA) und Bulent
Tarcan (1973 in Istanbul), von Volker David Kirchner mit
den Berliner Philharmonikern (1984), von Franz Hummel (St.
Petersburg 1988) und des Doppelkonzertes für Violine
und Violoncello von Aribert Reimann mit Wolfgang Boettcher
(Hannover 1989 - mit anschließenden Aufführungen
in Toulouse, Zürich, New York und Berlin) vervollständigen
das Bild des Solisten Ulf Hoelscher.
Neben all dem ist er jedoch
auch ein engagierter Kammermusiker und war Partner von
Mstislav Rostropowitsch und Galina Wishnewskaya in einer
Aufnahme von Schostakowistsch-Werken. Er spielte mit
Pianisten wie Michel Bèroff die Sonaten
von Schumann, Franck, Strauss, Szymanowski und mit Karl
Engel das Gesamtwerk von Schubert für Klavier/Violine
ein. Heinrich Schiff, Christian Zacharias und Ulf Hoelscher
bildeten zeitweilig ein erfolgreiches Klaviertrio und 1996
tat er sich mit Kollegen der Staatlichen Musikhochschule
Karlsruhe zur Uraufführung des Max-Bruch-Oktetts zusammen,
welches inzwischen auch auf CD veröffentlicht ist.