| Reinhold
Friedrich gehört zu den gefragtesten Trompeter unserer
Zeit. Seit dem internationalen Wettbewerb der ARD in München,
den er 1986 gewann, ist er auf den wichtigen Podien der nationalen
und internationalen Musikszene vertreten. Von 1983 bis 1999 war er
Solotrompeter beim Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
und spielte unter der Leitung von Eliahu Inbal, Dimitri Kitayenko, Erich Leinsdorff,
Hugh Wolff und Christoph Eschenbach. Überdies musizierte er als Solist
mit Ensembles wie den Berliner Barock Solisten, der Capella Istropolitana,
der Deutschen Kammerphilharmonie, den Budapest Strings, dem Franz-Liszt-Kammerorchester,
dem Wiener und dem Zürcher Kammerorchester; außerdem mit den Bamberger
Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de la Radio France, dem Deutschen
Symphonie-Orchester Berlin, dem Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks.
Dirigenten waren dabei Claudio Abbado, Peter Eötvös, Wladimir Fedossejew,
Neeme Järvi, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott, Leif Segerstam, Helmut Winschermann
und Hans Zender. Seine ständigen Kammermusikpartner sind Robyn Schulkowsky,
Perkussion, Thomas Duis und Kalle Randalu, Klavier, sowie Martin Lücker,
Orgel.
Reinhold Friedrichs musikalisches Spektrum reicht
von der neuesten Sololiteratur bis zur Beschäftigung mit alter Musik und ihren historischen Originalinstrumenten
wie der Barocktrompete und der Klappentrompete. Dem lange Zeit vernachlässigten
Konzert "Nobody knows de trouble I see" von Bernd Alois Zimmermann konnte
er in vielen Konzerten seinen adäquaten Platz zuweisen. Seine Einspielung
des Werkes wurde von den Juroren der Deutschen Schallplattenkritik Klassik
mit dem Preis "Echo 94" zur "Konzertaufnahme des Jahres" gekürt. 1997
ging der Preis der Deutschen Schallplattenkritik an seine CD mit Werken von
Denisov, Jolivet, Rääts und Schostakowitsch.
Am Beginn seiner exklusiven Zusammenarbeit mit
Capriccio stand die Einspielung klassischer Trompetenkonzerte mit der Academy
of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Sir Neville Marriner.
Das Spiel auf der Barocktrompete führte zu einer engen Zusammenarbeit mit der Sopranistin Ruth Ziesak
und La Stagione Frankfurt unter der Leitung von Michael Schneider. Geplant
sind Konzertauftritte in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden
und Belgien. Ein weiteres Spezialinstrument - die historische Klappentrompete
- führte zu mehreren Konzerten mit der Wiener Akademie unter der Leitung
von Martin Haselböck. Hierbei erklangen die Konzerte von Joseph Haydn
und Johann Nepomuk Hummel unter anderem im Wiener Musikverein.
Reinhold Friedrichs wichtigste Auftritte mit
neuer Musik waren die Schweizer Erstaufführung des "Requiems" von Hans Werner Henze 1992 in der Tonhalle
Zürich, den Uraufführungen der Trompetenkonzerte von Benedict Mason,
Wolfgang Rihm und Johannes Caspar Walter in Berlin, Karlsruhe, Wien und Tokio
mit dem New Japan Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester
Berlin, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und der Badischen Staatskapelle
Karlsruhe unter Leitung von Carl Saint Clair. Die Uraufführung des Konzertes
von Rebecca Saunders mit dem Kölner Radio-Sinfonieorchester ist für
den März 2001 geplant. Tourneen wird es mit der Jungen Deutschen Philharmonie,
der Israel Camerata, der Polnischen Kammerphilharmonie und dem Kammerorchester
Basel unter der Leitung von Christopher Hogwood geben; außerdem liegen
Einladungen zu Festivals nach Ungarn, Österreich, Schweiz, Japan, Italien,
Norwegen und Belgien vor.
Seit 1989 hat Reinhold Friedrich eine Professur
an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe inne.
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