Nachum
Erlich wurde 1959 in Jerusalem geboren. Er begann sein
Violinstudium zunächst bei seinem Vater Moshe Erlich,
Mitglied des Sinfonieorchesters in Jerusalem, und setzte
es bei Yair Kless am Rubin-Konservatorium in Jerusalem
fort. Von 1975-1981 war er Meisterschüler am Berner
Konservatorium bei Max Rostal, wo er sein Studium mit dem
Konzertdiplom abschloss. Studienergänzend absolvierte
er Meisterkurse bei Nathan Milstein und Henryk Szeryng,
später mehrfach Studien bei Steven Staryk. Von 1981
bis 1991 unterrichtete Nachum Erlich als Dozent der Sibelius-Akademie
Helsinki. Seit 1991 hat er eine Professur für Violine
an der Hochschule für Musik Karlsruhe
inne.
Innerhalb seiner umfangreichen solistischen internationalen
Tätigkeit arbeitete
er mit Dirigenten wie Moshe Atzmon, Esa-Pekka Salonen, Rudolf Baumgartner, Okku
Kamu, Jukka-Pekka Saraste, Walter Weller und Sergiu Comissiona zusammen. Seine
besondere Liebe gilt auch der Kammermusik mit Partnern wie Alfons Kontarsky,
Siegfried Mauser, Kalle Randalu, Rudolf Meister, Julius Berger, Martin Ostertag,
Edward Vanderspar, Wolfgang Meyer und Eduard Brunner. Nachum Erlich ist ein gern-
und häufig gesehener Gast bei internationalen Festivals. Seine Aktivitäten
wurden vielfach durch Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentiert. Als
Dozent betreute er zahlreiche Meisterkurse in Deutschland, Finnland, Italien,
Polen, Korea, Brasilien, Österreich, Japan und den USA. Sein besonderes
Interesse widmet er der Entdeckung und Interpretation selten gespielter Werke
aller Epochen und besonders der Werke Max Regers. Im Januar 2004 erscheint eine
Aufnahme der Sonaten op. 122 und op. 139 mit dem Pianisten Siegfried Mauser im
Hänssler Verlag.
Bereits seit der Studienzeit nimmt die intensive Arbeit mit Kammerorchestern
einen großen Raum im künstlerischen Schaffen Nachum Erlichs ein. Seine
große Erfahrung, die er als Mitglied und Konzertmeister in zahlreichen
international renommierten Ensembles wie den Festival Strings Luzern, der Camerata
Bern und dem Basler Kammerorchester sammeln konnte, gibt er als Pädagoge
an Kammerorchester und Jugendorchester im In- und Ausland weiter. Im Jahr 2001 übernahm
er die Leitung des Kammerorchesters der Staatlichen Hochschule für Musik
Karlsruhe. Seit April 2002 ist Nachum Erlich „Artist in residence“ an
der Universität Heidelberg. Er ist dort maßgeblich an der Gestaltung
des musikalischen Programms der Universität beteiligt, betreut in intensiven
Arbeitsphasen die Streicher des „Collegium Musicum“ und tritt regelmäßig
als Solist auf.
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