Kristian Nyquist wurde 1964 in Los Angeles geboren und wuchs in Deutschland auf. Nach Klavier- und Violinunterricht fand er bereits mit 15 Jahren den ersten Zugang zum Cembalo. Seine weitere Ausbildung erhielt er bei Christine Daxelhofer an der Staatlichen Musikhochschule Karlsruhe, als Stipendiat des DAAD bei Huguette Dreyfus in Paris (Auszeichnung mit einem „Prix de Virtuosité), sowie auf Kursen mit Colin Tilney, Bob van Asperen und Gustav Leonhardt. Es folgten Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben, u.a. Concours Musical d'Ile-de-France und Prager Frühling.
Nach langjähriger Lehr- und Korrepetitionstätigkeit an der Musikhochschule Mannheim übernahm er zum Wintersemester 2006/07 eine hauptamtliche Dozentur für Cembalo, Fortepiano, Generalbasspraxis und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Zudem gibt Kristian Nyquist sein Wissen bei diversen Interpretationskursen und Vorträgen weiter.
Als Juror tritt er bei verschiedenen Wettbewerben (u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb in Berlin) in Erscheinung.
Seine zahlreichen Konzerte im In-und Ausland beinhalten ein umfangreiches Repertoire an Werken vom 16. Jahrhundert bis hin zur zeitgenössischen Moderne, die einen wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit darstellt. Dies führt zu vielen Uraufführungen und deutschen Erstaufführungen sowie zur Zusammenarbeit und künstlerischem Austausch mit Persönlichkeiten wie z.B. von Violeta Dinescu, Roderik de Man, Peter Heeren, John Patrick Thomas, Michael Beil, Hans Werner Henze, Klaus Huber, Reinhard Wolschina und Sidney Corbett u.a.
Als Solist am Cembalo und Fortepiano tritt Kristian Nyquist regelmäßig mit diversen
Orchestern auf. Intensive kammermusikalische Tätigkeit verbindet ihn mit einer großen Vielfalt an namhaften Duo-Partnern und Ensembles, so den Flötisten Jean-Michel Tanguy und Renate Greiss-Armin, dem Oboisten Ingo Goritzki,dem Fagottisten Sergio Azzolini, dem Gitarristen Maximilian Mangold, den Geigern Nachum Erlich, Friedemann Wezel und dessen Ensemble „il capriccio“, dem Mandelring Quartett , dem ensemble recherche u.v.a. Seit neuestem beschäftigt er sich überdies mit Liedbegleitung.
Die Bandbreite seines persönlichen, stets auf historisch-wissenschaftlichen Studien basierenden Interpretationsstils ist durch zahlreiche, z.T. als Referenzaufnahmen herausgehobene, CD-Einspielungen für Musicaphon, Pavane, Telos, Etoile Productions, Dabringhaus und Grimm u.a. wie auch Rundfunkproduktionen belegt.
Ganz Aktuell wurde die Fortepiano Solo-CD „Ursprünge romantischer Klaviermusik“ (Musicaphon) veröffentlicht. |