Die
deutsche Mezzosopranistin Marga Schiml wurde in Weiden,
Oberpfalz geboren und studierte an der Musikhochschule
München bei Professor Hanno Blaschke Gesang. Während
ihrer Studienzeit erhielt sie bereits ein Stipendium der
Deutschen Grammophon Gesellschaft.
Ihr erstes Engagement führte die Künstlerin
nach Basel, von wo sie nach kurzer Zeit zum Opernhaus Zürich
wechselte. Nach einem weiteren Engagement am Nationaltheater
München entschloss sich Marga Schiml freischaffend
zu arbeiten.
Seit dieser Zeit war Marga
Schiml an den bedeutendsten europäischen Opernhäusern, wie z.B. der Staatsoper
Wien, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper,
der Mailänder Scala, den Festspielhäusern Salzburg
und Bayreuth zu hören. An der "Scala" erlangte sie
internationale Anerkennung als "Dorabella" in Mozarts "Cosi
fan tutte" unter der Stabführung von Karl Böhm.
Marga Schiml war ebenso ein sehr geschätzter Festspielgast,
sei es als "Cherubino" in Mozarts "Figaro", bei den Salzburger
Festspielen unter Karajan, beim "Maggio Musicale Florenz" oder
bei den Bayreuther Festspielen, deren Mitglied sie mehr
als 10 Jahre war.
Bedeutende Dirigenten wie
Herbert von Karajan, Rafael Kubelik, Wolfgang Sawalisch,
Ferdinand Leitner u.a arbeiteten immer wieder gern mit
Marga Schiml.
Geradezu unübersehbar ist die Konzerttätigkeit
der Künstlerin. Heute gehört Marga Schiml zweifellos
zu den bekanntesten deutschen Konzertinterpretinnen. Sie
sang, um nur einige Beispiele zu nennen, unter Karajan
Beethovens "Neunte Sinfonie", unter Sawallisch Beethovens "Missa
Solemnis", unter Karl Richter Bachs "Weihnachtsoratorium" und "h-moll
Messe", unter Ozawa Mahlers "Achte Sinfonie", ebenfalls
unter Gustav Kuhn, und unter der Leitung von Ottmar Suitner
den "Elias".
Zahlreiche Schallplattenaufnahmen,
unter anderem mit Bruckner-Messen unter Eugen Jochum,
Webers "Oberon" und
Rafael Kubelik, Mozarts "Titus" und Karl Böhm, "Salomo" von
Händel (Eterna) sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen
dokumentieren die breitgefächerte Palette des Könnens
von Marga Schiml.
Ihre besondere Liebe gilt
der "Alten Musik" und dem "Liedgesang".
Ihr Repertoire reicht von Monteverdi, Gluck und Purcell über
Mozart, Rossini, Bizet, Verdi, Wagner und Strauss bis hin
zu Strawinsky, Schönberg, Hindemith, Kalabis und Schnebel
(Uraufführung der "Dahlemer Messe"). Auch in 1998
und 1999 war Frau Schiml wieder in Bayreuth zu hören.
Neben ihrer Konzerttätigkeit
ist Marga Schiml seit 1987 eine gesuchte und geschätzte
Professorin für
Gesang an der Musikhochschule in Karlsruhe. Im Februar
1999 wurde Marga Schiml das Bundesverdienstkreuz am Bande
der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In diesem Jahr
ist Marga Schiml bei den Tiroler Festspielen in Erl zu
hören.