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Der Unterricht
an der Karlsruher Musikhochschule gliedert sich in grundständige
Studiengänge und in Aufbaustudiengänge; letztere setzen
den erfolgreichen Abschluss eines grundständigen Studiums
voraus. Im Diplom-Studiengang "Künstlerische Ausbildung" werden
neben Pianisten/-innen, Sängern/-innen, Dirigenten/-innen
und Komponisten/-innen auch künftige Orchestermusiker/innen
(Streicher, Bläser und Schlagzeuger) ausgebildet und auf
ihr künftiges Mitwirken innerhalb eines qualifizierten Orchesters,
das auch umfangreiche solistische Aufgaben beinhaltet, vorbereitet.
Im Diplom-Studiengang "Musiklehrer/in" sind Studierende immatrikuliert,
die das Ziel haben, einen musikpädagogischen Beruf auszuüben.
Ebenfalls zu den grundständigen Studiengängen gehört
das breitgefächerte Studium "Künstlerisches Lehramt
an Gymnasien", das sogenannte Schulmusikstudium.
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Durch Aufbaustudiengänge und Zusatzstudien wird das Ausbildungsangebot
der Hochschule ergänzt. Die höchste Stufe der Ausbildung
ist das "Konzertexamen", das allerdings nur einem geringen Prozentsatz
der Studierenden vorbehalten bleibt, bei dem eine exzeptionelle
Begabung offenkundig ist und sich eine erfolgreiche künstlerische
Laufbahn abzeichnet. Durch zahlreiche musikwissenschaftliche Vorträge
und Meisterkurse, die von international renommierten Persönlichkeiten
veranstaltet werden, wird das Studienangebot der Hochschule bereichert.
Alljährlich findet unter der künstlerischen Leitung der
Hochschule für Musik Karlsruhe und in Zusammenarbeit mit dem
Badischen Staatstheater die "Internationale Händel-Akademie" statt,
die sich in verschiedenen Kursen und einem musikwissenschaftlichen
Symposium intensiv mit Barockmusik auseinander setzt.
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Im Institut
für MusikTheater (Opernschule),
das unter der Leitung der Dirigentin Alicja Mounk steht, werden
qualifizierte Opernsängerinnen und -sänger für
das heutige Musiktheater wegweisend ausgebildet. Das beim Badischen
Staatstheater eingerichtete OpernStudio kooperiert eng mit der
Hochschule.
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Einen Schwerpunkt stellt die zeitgenössische
Musik dar; hierfür wurde das Institut
für neue Musik
und Medien (InMM) gegründet, dessen erster Leiter der Dirigent
Péter Eötvös war und das heute unter der Leitung
des Komponisten Wolfgang Rihm steht. Dem InMM angegliedert sind
das Studio für elektronische Musik und Musikinformatik (ComputerStudio),
geleitet von Prof. Dr. Thomas A. Troge und das Ensemble für
Neue Musik unter der Leitung von Prof. Gérard Buquet.
Beide Einrichtungen unterstützen intensiv die Arbeit der
Kompositionsstudenten und bilden Studierende aller Studiengänge
im Bereich der zeitgenössischen
Musik und Medienkunst aus. Mit dem Zentrum für Kunst und
Medientechnologie (ZKM) besteht ein Kooperationsvertrag.
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Das praxisorientierte Aufbaustudium "Rundfunk-Musikjournalismus",
das seit dem Wintersemester 1995/96 angeboten wird, bildet qualifizierte
Musikjournalisten/innen aller Sparten für den Hörfunk
aus. Die Studierenden lernen, Programm- und Produktionsaufgaben
selbständig durchzuführen und die theoretischen Studienteile
in die Praxis eines konkreten Sendebetriebs umzusetzen. Auf LernRadio
mit der UKW-Frequenz 104,8 Karlsruhe werden Arbeitsergebnisse und
Projekte aus den Seminaren und Übungen ausgestrahlt, aber
auch Live-Konzerte aus dem Kammermusiksaal der Hochschule übertragen.
Die tägliche Durchführung dieses Sendebetriebs ist ein
zentraler Bestandteil des Aufbaustudiums.
Die Sendungen von LernRadio
sind auch "online" über das Internet (www.lernradio.de) abrufbar.
Durch eine im LernRadio angesiedelte Internet-Redaktion werden
inzwischen zahlreiche baden-württembergische Hochschulradios
zusammengefasst, deren Beiträge über das InternetHochschulRadio
(www.ihronline.de) abgerufen werden können.
Unter der Federführung
des Instituts LernRadio hat die Musikhochschule Karlsruhe als erste
Hochschule bzw. Universität in Deutschland im Jahr 2000 eine
Hochschul-Präsentation auf DVD produziert, deren Veröffentlichung
große Beachtung fand.
Seit Oktober 2002 überträgt
das LernRadio in Zusammenarbeit mit dem Softwarelabor HIT (Human
Information Technology) der Fachhochschule Karlsruhe unter der
Leitung von Prof. Jürgen Walter regelmäßig Konzerte
per Live-Stream (Bild und Ton) ins Internet.
Zur Zeit entwickeln
die beiden Institute in enger Kooperation mit der Firma Schoeps
- weltweit führend im Bereich Mikrofonbau - die Liveübertragung
mit 5.1 Surround Sound ins Internet. Die technischen Vorarbeiten
sind bereits abgeschlossen, das Projekt befindet sich in der
praktischen Testphase. Ziel ist es, die Liveübertragung
von Veranstaltungen ins Internet von Stereo auf 5.1 Surround
Sound umzustellen.
Neben den Sparten Hörfunk und Internet erschließt sich
das LernRadio inzwischen auch den Bereich des Fernsehens. Seit
September 2003 strahlt der Fernsehsender R-TV wöchentlich
das Hochschulmagazin "ExtraHertz" (www.extrahertz.de) aus, das
ausschließlich von Studierenden produziert und moderiert
wird. Die Hochschule für Musik Karlsruhe hat damit ihr Ausbildungsangebot
für die Musikjournalisten von morgen zukunftsorientiert erweitert
und wendet sich in verschiedenen Medien mit einem breit gefächerten
Angebot an die kulturinteressierte Öffentlichkeit.
Das LernRadio
als Ausbildungsinstitut und als Radiosender wird geleitet von
Prof. Jürgen Christ und Dr. Peter Overbeck.
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Anlässlich der Überführung
des bisher an der Universität Karlsruhe (TH) angesiedelten
Instituts für Musikwissenschaft an die Hochschule für
Musik Karlsruhe wurde die Konzeption des bisherigen Studienfachs
Musikwissenschaft überarbeitet und durch die neue Komponente »Musikinformatik« erweitert.
Damit wird zum einen dem Profil der Musikhochschule Rechnung
getragen, welches seit 1988 durch die Schwerpunktbildung im Bereich
der zeitgenössischen Musik und der Neuen Medien gekennzeichnet
ist. Zum anderen wird damit das bisherige Berufsbild des Musikwissenschaftlers
durch eine zeitgemäße Komponente erweitert, die der
realen Arbeitspraxis in vielen Bereichen des Musiklebens näherzukommen
verspricht.
(Nebenbei bemerkt knüpft diese Konzeption - wenn man Informatik
als einen Teilbereich der Mathematik versteht - zugleich an die
alte Tradition der Einheit von Musik und Mathematik an.)
Die neue Konzeption sieht einen grundständigen Bachelor-
Studiengang mit der Bezeichnung »Musikwissenschaft/ Musikinformatik« vor,
in dem den Studierenden die Grundkenntnisse sowohl der traditionellen
Musikwissenschaft als auch des Faches Musikinformatik vermittelt
werden. Nach dem Bachelor-Abschluss kann daran ein Master-Aufbaustudium
angeschlossen werden, und zwar entweder im Fach Musikwissenschaft
oder im Fach Musikinformatik.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Instituts
für Musikwissenschaft/Musikinformatik, hier.
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Gemeinsam mit der Universität Karlsruhe
sowie anderen Hochschulen ist die Musikhochschule Karlsruhe an
dem bundesweit Beachtung findenden Projekt "Virtuelle Hochschule" beteiligt.
Im Rahmen dieses Projektes ist die Hochschule an das Hochgeschwindigkeitsdatennetz
BelWü angeschlossen. |